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Mit authentischen Geschichten aus dem Leben, praktischen Themen und ermutigenden Gedanken zur Bibel und über den Glauben an Gott.
Fit im Alter durch das Prinzip der „subjektiven Unterforderung“
Stellen Sie sich ein Training vor, das subjektiv zu leicht, aber trotzdem effektiv ist. Klingt gut, oder? Genau das ist gemeint, wenn Gert von Kunhardt in seinem Buch vom Prinzip der „subjektiven Unterforderung“ spricht. Es geht um mäßige, aber regelmäßige Bewegung, die ohne wesentlichen Zeiteinsatz ganz nebenbei, aber dafür mit Freude absolviert wird. Getreu dem Motto:„Beachte mich, pflege mich, bewege mich, trainiere mich, aber schinde mich nicht.“ Gert von Kunhardt
Durch Joggeln im Alter fit bleiben
Als es an den praktischen Teil ging, war ich anfangs skeptisch. „Ist dieses Prinzip ein weiteres leeres Versprechen, von dem ich mich nach kurzer Zeit enttäuscht abwenden werde?“, fragte ich mich. Doch ich ließ mich darauf ein und es funktionierte tatsächlich auf Anhieb. Zusammen mit meiner Frau bin ich jahrzehntelang bei dieser Laufpraxis geblieben. Vor Jahren merkte ich von jetzt auf gleich, dass ich hohen Blutdruck hatte. Eine Messung bestätigte es. Mein befreundeter Hausarzt schlug zwei Möglichkeiten vor: Medikamente oder laufen, um die Taktfrequenz des Herzens auf über 100 zu bringen. Ich entschied mich gleich fürs Zweite und lief über einige Wochen mindestens eine halbe Stunde täglich. Den hohen Blutdruck konnte ich damit bis heute in den Griff bekommen. Wenn man etwas richtig angeht, kann es Spaß machen und der Gesundheit gleichzeitig guttun. Natürlich kann Bewegung nicht in jedem Fall den Einsatz von Medikamenten und anderen Therapien ersetzen. Sprechen Sie also am besten mit Ihrem Arzt, welche Möglichkeiten in Ihrem Fall Sinn machen.
Wie geht joggeln?
Gert von Kunhardt beschreibt es folgendermaßen: Bevor Sie beginnen, sollten Sie sich zwei Minuten aufwärmen, dehnen und lockern. Um ein schnelles Anfangstempo zu vermeiden, gibt es nur ein Mittel: willentliches Bremsen. Also bewusst den Verstand einschalten.- Phase: Laufbeginn (30 Sekunden)
- Phase: Tempodrosselung (30–90 Sekunden)
- Phase: Körperbewusstsein (2–5 Minuten)
- Phase: Subjektives Wohlbefinden (5–10 Minuten)
- Phase: Der Gewinn (verbleibende Laufzeit)

Fit im Alter durch Trampolinschwingen
Sie haben richtig gelesen: schwingen, nicht springen. Ganz im Sinne der subjektiven Unterforderung erfordert Trampolinschwingen wenig Eigenenergie und ist doch so effektiv.„Durch schwingende Übungen auf dem Trampolin wird der Körper in einen, zumindest für Sekundenbruchteile, schwerelosen Zustand versetzt. Andererseits erfolgt in der Phase des Abfederns eine kurze Anspannung der Muskeln, ja der gesamten Zellstruktur, so dass jede Zelle gewissermaßen tonisiert (gestärkt) wird.“ Gert von Kunhardt
Hier kann keine weitergehende Anleitung gegeben werden. Aber wichtig ist, dass Sie bei der Anschaffung eines Trampolins auf Qualität achten, insbesondere auf eine Bespannung mit elastischen Seilen und nicht mit harten Stahlfedern. Es gibt Modelle in verschiedenen Größen und auch mit einklappbaren Beinen, so dass sie auch in einer kleinen Wohnung verwendet werden können. Die Deckenhöhe spielt fast keine Rolle, Sie schwingen ja nur. Ein zusätzlich angebrachter Haltegriff unterstützt bei aufkommendem Schwindel- oder Unsicherheitsgefühl. Zusammen mit meiner Frau kann ich mir gut vorstellen, dieses Training weit über die 70 hinaus fortzuführen. Es kann äußerst flexibel an die jeweilige körperliche Verfassung und Kondition angepasst werden.Das Prinzip des Minutentrainings
„Ich freue mich des Lebens, hasche die kleinen Freuden. Sind die Türen niedrig, so bücke ich mich; kann ich den Stein aus dem Weg tun, so tu‘ ich‘s; ist er zu schwer, so gehe ich um ihn herum, und so finde ich alle Tage etwas, das mich erfreut. Und der Schlussstein, der Glaube an Gott, der macht mein Herz froh und mein Angesicht glücklich.“ Katharina Elisabeth von Goethe
- Kraftübungen: Dazu gehören alle isometrischen Formen, das Anspannen einzelner Muskelgruppen gegen nicht ausweichenden Widerstand, z. B. 5 bis 10 Sekunden die Stirn gegen die vorgehaltene Hand pressen oder die Gesäßmuskulatur zusammenpressen.
- Herz-Kreislauf-Übungen: Diese sind dynamischer Art, wie etwa Armschwingen, Kniebeugen oder Seilspringen.
- Balanceübungen: Sie schulen das Gleichgewichtsgefühl, das in zunehmendem Alter besonders wichtig ist. Dazu gehören etwa Wipp- und Dehnübungen wie z. B. Kniebeugen auf einem Bein.

Meistens geht mehr, als man erwartet
Alt werden bringt oft manche gesundheitliche Einschränkung mit sich. Daher kann es manchmal herausfordernd sein, eine geeignete Form der Bewegung für sich zu finden. Aber ich möchte Ihnen Mut machen. Seien Sie neugierig. Werden Sie kreativ. Entdecken Sie neue Bewegungsformen und sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt darüber. Meistens ist noch mehr möglich, als man sich selbst eingestehen möchte. Seit einem Fahrradunfall meiner Frau ist gemeinsames Joggeln beispielsweise nicht mehr möglich. Dafür gehen wir aber jetzt fast jeden Tag spazieren, sei es im Wald oder wenigstens durch unser Wohnviertel. Es ist das, was im Moment am besten zusammen geht. Mittlerweile messen wir dabei die Anzahl unserer Schritte mit einer Uhr und nehmen uns vor, 5.000 bis 8.000 Schritte zu gehen. Der Druck, sich bewegen zu müssen, steht dabei aber dennoch nicht im Vordergrund. Wir genießen die frische Luft, die gemeinsame Zeit und halten uns ganz nebenbei im Alter fit.
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
Lassen Sie sich begeistern, etwas neu zu beginnen, was Sie vielleicht schon (längst) abgehakt haben. Das macht Sie lebendig … und fröhlich. Bereits der als weise bekannte König Salomo hat beobachtet: „Ein fröhlicher Sinn fördert die Gesundheit, aber ein bedrücktes Gemüt lässt die Gebeine verdorren“ (Sprüche 17,22). Es dauert ungefähr sechs Wochen, bis Ihr Organismus neue Gewohnheiten akzeptiert hat. Folgende Schritte können dabei helfen:- Wenn Sie überzeugt sind – nicht überredet – fassen Sie den Entschluss: Ich will in diesem Punkt mein Leben ändern.
- Fangen Sie klein an nach dem Prinzip der „subjektiven Unterforderung“. Motto: erfrischen statt erschöpfen.
- Stellen Sie einen Zeitplan auf und verpflichten Sie sich selbst und einem Vertrauten gegenüber.
- Betrachten Sie jedes Training – auch kurze Einheiten – als Gewinn und belohnen Sie sich.
- Fangen Sie einfach an.
„Unser Körper ist uns von Gott gegeben, damit wir gut damit haushalten.“ Gert von Kunhardt
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